Wie wir in der Neuen Zürcher Zeitung vom Mittwoch, 11. Dezember 2019 lesen konnten, macht sich die Bildungsdirektion des Kantons Zürich Gedanken, den Innovationspark als Standort für den mittelfristig fehlenden Schulraum der Mittelschule zu nutzen. Dieser ganzseitige Artikel wurde von der Volkswirtschaftsdirektion natürlich nicht bestätigt, denn im aktuellen Stadium der Entscheidungsfindung über den Kredit für die Anschubfinanzierung in der Höhe von 217,6 Mio. Franken kommt ihr diese Diskussion völlig ungelegen. Die SVP steht hinter Innovation und Fortschritt, weil dies seit geraumer Zeit die Treiber der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Staates sind. Aus diesem Grund setzt sich die SVP immer für weniger Verbote und Einschränkungen gegenüber der Entwicklung und Weiterentwicklung von Technologien ein. In der freien Marktwirtschaft setzen sich die besten Ideen oder Dienstleistungen dann durch, wenn sie ohne Einmischung des Staates entstehen können. Dass hier der geplante Innovationspark auf dem Militärflugplatz Dübendorf nicht der geeignete Weg ist, mit millionenschweren Subventionen staatlich die Innovation zu lenken, darauf hat die SVP schon mehrfach hingewiesen. In einem Kanton, welcher den Klimanotstand ausgerufen hat, 70 ha Kulturland zuzubetonieren, was der Biodiversität sicher nicht förderlich ist, macht unsere Politik nicht glaubhafter. Nun wurde uns das Projekt dahingehend verkauft, dass die Wirtschaft sehnlichst auf diesen Innovationspark warten würde und wir ohne diesen unsere weltweite Spitzenstellung auf dem Gebiet der Innovation verlieren würden. Den Spitzenplatz, welchen wir notabene ohne staatlich geförderten Innovationspark erreicht haben. Doch wo bleibt die freie Wirtschaft, welche sich dadurch auszeichnet, dass sie Risikokapital investiert, ohne dass ein garantierter Gewinn herausspringt? Weit und breit findet sich niemand, welcher bereit ist, in dieses Projekt zu investieren. Darum musste der Regierungsrat in seinem RRB 1079 notfallmässig einen gebundenen Beitrag von Fr. 800’000.- sprechen, damit das schöne Gebilde nicht zusammenbricht. Obwohl über das Projekt schon über dreizehn Jahre gesprochen wird, sind die grossen Konzerne, welche hier Innovation und Forschung auf eigene Kosten betreiben sollten, nicht auszumachen. Die einzigen Gruppierungen, welche sich auf dem Gelände des Militärflugplatzes Dübendorf tummeln, haben staatlichen Hintergrund. Da machen natürlich Projekte, welche diese Infrastruktur nutzen wollen, aber staatlich initiiert sind, sehr misstrauisch. Da ist einmal das Projekt X27 zu nennen, welche den Innovationspark als Ausgangspunkt für die Landesausstellung 2027 nutzen will. Bei diesem Projekt ist Ruedi Noser beteiligt und wir wissen, dass überall wo er seine Träume verwirklichen will, es sehr teuer wird. Und nun die neueste Idee einer Sinnsuche für das Projekt Innovationspark. Die Neue Zürcher Zeitung ist ja nicht als Revolverblatt des Boulevardjournalismus bekannt. Wenn sie eine ganzseitige Reportage über dieses Thema bringt, hat sie Fakten in der Hand. Uns muss bewusst sein, was aus diesem staatlichen Investitionsprojekt unter dem Deckmantel der Innovation werden kann, wenn wir hier nicht aufpassen. Eine Kantonsschule würde klar dem Zweck des Gestaltungsplanes für dieses Gebiet widersprechen. Laut Ansicht der SVP wird im jetzigen Zeitpunkt verzweifelt versucht, das Projekt Innovationspark zu retten, obwohl man weiss, dass dieses Projekt zum Scheitern verurteilt ist.In