Am 6. Dezember vor 25 Jahren sagten Volk und Stände deutlich NEIN zum EWR und damit NEIN zur EU. Dieser Volksentscheid bedeutete 25 Jahre Freiheit und Selbstbestimmung für die Schweiz.
Der Kampf gegen den EWR war die grosse Aufgabe, die sich Christoph Blocher 1992 vorgenommen hatte. Abend für Abend trat er in Sälen im ganzen Land auf, beispielsweise im appenzellischen Heiden. «Dieser Vertrag ist einem freien Volk unwürdig. Ich bitte Sie deshalb: Haben Sie die Kraft und die Vitalität, am sechsten Dezember nein zu stimmen. Es ist zum Wohle unseres Landes», sagte er dort – und wurde von lautem Applaus begleitet.
Blocher traf den Nerv der Mehrheit. Mit gut 20’000 Stimmen Unterschied sagte das Stimmvolk Nein zum EWR-Beitritt. Es war Blochers grösster Triumph und die für ihn bis heute «wichtigste Abstimmung des 20. Jahrhunderts». Das begründet er so: «Wir haben den Sonderfall Schweiz gerettet. Das einzige Land der Welt, in dem die Bürgerinnen und Bürger das Schicksal auf der Gemeinde, Kantons und Bundesebene bestimmen. Deshalb geht es der Schweiz so viel besser. Es ist für mich eine grosse Befriedigung, dass dieser Weg behalten wurde.»
Innenpolitisch war das Nein zum EWR der Auftakt zum sagenhaften Aufstieg der SVP. Die Partei positionierte sich rechts vom Freisinn. Ein Erfolgsrezept. Innert 20 Jahren stieg die SVP von einer 10-Prozent-Partei zu einer 30-Prozent-Partei auf.