Am 24. September 2017 stimmt der Kanton Zürich über die Änderung des Sozialhilfegesetzes ab. Diese verlangt, dass vorläufig aufgenommene Ausländerinnen und Ausländer, deren Asylgesuch abgelehnt wurde (Ausweis F), keine Sozialhilfe mehr erhalten. Sie sollen nur noch nach den reduzierten Ansätzen der Asylfürsorge unterstützt werden, womit die Regelung wiedereingeführt würde, die bis Ende 2011 in Kraft war.
Aktuell erhalten abgewiesene Asylbewerber (Asyl F) dieselben Leistungen wie Schweizer Sozialhilfebezüger, Ausländer mit ordentlichen Aufenthaltsbewilligungen und anerkannte Flüchtlinge. Die Gleichstellung von abgewiesenen, ausreisepflichtigen Asylbewerbern mit Inländern untergräbt den Gerechtigkeitsgedanken. Wirklich stossend ist aber der Umstand, dass diejenigen, die zu Unrecht ein Asylgesuch gestellt haben, sogar höhere Leistungen erhalten, als Menschen, die hier ihr ganzes Leben verbracht, gearbeitet und Steuern und Abgaben bezahlt haben. Die Änderung des Sozialhilfegesetzes ist vor diesem Hintergrund folgerichtig. Trotzdem ist in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, dass die Gemeinden gegen die Revision des Sozialhilfegesetzes sind. Das ist aber nicht der Fall, denn 142 Gemeinden im Kanton Zürich haben dieses Referendum nicht unterstützt.