Haarsträubend ist, welche brandgefährliche Situationen sich im Gotthard-Strassentunnel wegen des Gegenverkehrs immer wieder ereignen. Im 2012 haben über 22‘000 Personen eine Petition unterschrieben und forderten die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels mit einer zweiten Röhre. Am 28. Februar 2016 stimmt das Volk über genau diese Forderung ab. Wir appellieren erneut an das Schweizer Stimmvolk.

JA ZU MEHR SICHERHEIT IM STRASSENVERKEHR

Aus einem gefährlichen Tunnel mit Gegenverkehr und ohne Pannenstreifen wird ein sicheres Tunnelsystem mit modernsten Sicherheitsstandards. Heute kreuzen sich auf rund 17 Kilometern Lastwagen und Autos auf engstem Raum. Der schwere Unfall 2001 mit 11 Toten ist eine traurige Folge davon. Mit dem Bau einer zweiten Sanierungsröhre kann die Sicherheit dank richtungsgetrenntem Verkehr und neu einem Pannenstreifen entscheidend verbessert werden. Gefährlicher Umwegverkehr über die Alpenpässe am San Bernardino, Simplon, Gotthard oder Grosser Sankt Bernhard kann verhindert werden. Bei Sperrungen des Gotthard-Strassentunnels nach Unfällen oder Steinschlägen hat sich der Verkehr auf diesen Achsen teilweise verdoppelt oder gar verdreifacht.

 JA ZU SICHEREN INVESTITIONEN STATT ZU BASTELEIEN
Um die Sanierungsarbeiten am Gotthard-Tunnel ohne eine zweite Röhre durchzuführen, müssen sämtliche Lastwagen und Personenwagen auf die Schiene verladen werden. Für teure Verladeanlagen wollen die Gegner in den engen Alpentälern bei Biasca/Airolo und Erstfeld/Göschenen über Jahre eine Fläche von 22 Fussballfeldern verbauen. Die Gegner des Tunnels fordern zusätzlich riesige Terminals in Basel und Chiasso. Der Bau, Betrieb und Rückbau der Verladeanlagen kostet mehr als der Bau einer zweiten Röhre. Dabei genügen die Kapazitäten der Verladelösungen noch immer nicht, 1’000 Stunden Stau pro Richtung und Jahr sind fix eingeplant.

 

JA ZUR ENTLASTUNG KÜNFTIGER GENERATIONEN
Alle vierzig Jahre muss der Gotthard-Strassentunnel auch künftig saniert werden. Jede Generation steht damit mindestens einmal vor dieser Herausforderung. Der Bau einer zweiten Röhre ist gerade im Hinblick auf diese künftigen Sanierungen eine clevere Lösung. Setzen wir heute auf ein teures Verlade-Provisorium, werden zukünftige Generationen immer wieder unnötig Geld für provisorische Anlagen in die Hand nehmen müssen.